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Historie

Von der Idee bis zur Inbetriebnahme auf dem Hirtstein

Im Frühjahr 2008 suchte Torsten ( DO8GT ) im Internet nach interessanten Amateurfunk-Seiten, dabei stieß er auf einen 29 Jahre alten Zeitungsbericht. Damals hat eine Gruppe von 12 Funkamateuren einen ganz besonderen Amateurfunkumsetzer hier im Erzgebirge auf dem Fichtelberg errichtet. Einen Lineartransponder (Y21N). Das Projekt war damals einzigartig in seinem Aufbau und der Funktion. Es setzte ein 70cm Signal Linear ins 2m Band um. Anders als auf den FM Relais konnten hier mehrere Verbindungen (QSO`s) parallel laufen. Leider wurde der Lineartransponder im Oktober 1996 auf Grund des Abriss des Fichtelberghauses stillgelegt.

Im Funkamateur Heft  8/1981 erschien dazu ein Beitrag
                                           

Die Empfangs,- und Sendeantenne von Y21N ( RX Ant. Blaues Faß )                             
Die Bilder mussten leider aus Copyright Gründen Entfernt werden !


Dieses Gerät machte ihn nun neugierig.

Der Nutzen und die Funktionsvielfalt des Transponders bewegten ihn dazu zu versuchen, den alten Transponder wieder zu finden. Nach einigen Recherchen fand er diesen auch bei Gerd DK5YY/SK. Leider war der alte Transponder nicht mehr einsatzbereit. Ein Neuer musste her. Nun stand die Frage, wer baut einen neuen Lineartransponder und wo soll er überhaupt seinen Standort haben. Auf den meisten Bergen im Umkreis stehen schon FM Afu Relais. Bei einem QSO lernte er Dietmar DL6JUN aus Satzung an der Grenze zur Tschechischen Republik kennen. Er berichtete, dass er gleich vor seiner Haustür auf einem Hohen Berg (Hirtstein 890m üNN Locator JO60OM) oft an Contesten teilnimmt und beste Funkverbindungen von da aus hatte. Auch er
war schnell von der Funktion eines Lineartransponders begeistert.



Nun stand noch die Aufgabe  Enthusiasten zu finden, die sich mit der Entwicklung und dem Aufbau so eines Lineartransponders beschäftigen würden und den Linaertransponder aufbauen.  Da erinnerte er sich an Wolfgang DL 2JWL (S 58) aus Hohenstein-Ernstthal er erzählte manchmal von allerlei Eigenbauten für den Amateurfunk, und dies hörte sich immer recht professionell an. Kurzerhand gab es ein Telefongespräch mit Wolfgang, zur Frage stand, ob er sich an dem Projekt Lineartransponder beteiligen möchte. Er beantwortete die Frage mit ja und wäre bereit am Projekt mit zu arbeiten. Auch über Funk lernten wir noch einen OM kennen der gerne an diesem Projekt mitarbeiten würde. Es waren dann zwei OM,s die sich bereit erklärten,
an der Entwicklung der Sende und Empfangstechnik und am Gesamtprojekt mit zu wirken. Leider musste ein OM aus. gesundheitlichen Gründen absagen und so blieb der aufbau der Transponder Technik allein bei Wolfgang auf dem Tisch. Da er schon Schaltungsvorschläge und Muster von einigen Baugruppen erstellt hatte und getestet hatte, arbeitete er nun allein am Transponder weiter.
Auch diese große Hürde war genommen.
Nun kamen noch andere wichtige Fragen auf.
Darf ein solcher Sender hier überhaupt wieder arbeiten
und stören wir dabei auch nicht unsere Nachbarn in OK (Tschechien)?
Ein Anruf  bei der Deutschen Behörde BNA brachte schnell Klarheit. In 400 km Umkreis gab es keinen derartigen Sender und wenn die Nachbarn in OK (Tschechien) zustimmen, sollte die Genehmigung kein Problem sein. Nun nahmen wir Kontakt mit dem tschechischen Frequenzkoordinator Steneck Mack auf. Nach Überprüfung von dieser Seite gab es seitens von Tschechien auch keine Bedenken von Störungen oder Frequenzgleichheit. Der Bau eines neuen Transponders konnte beginnen.

Im Sommer 2008 begann nun Wolfgang DL2JWL (S 58) mit dem ersten Testaufbau eines Transponders.

Dietmar DL6JUN beantragte nun die Lizenz zum Betreiben eines Lineartransponders und bekam die Genehmigung. Das Rufzeichen  des Transponders und des Digis ist nun DBØHIR , abgeleitet von Hirtstein.

Auf dem Hirtstein warten viele Arbeitsstunden auf uns........
 

Aller Anfang ist schwer, erste Arbeiten im Juni 2008
an unserem neuen Standort für DBØHIR
( links Torsten DO8GT & auf der Leiter Dietmar DL6JUN )


Am 01.10.2008 war es soweit, der erste Testlauf des Lineartransponders von DL2JWL (S 58) steht auf dem Plan. Wolfgang sendete von  Hohnstein-Ernsthal aus ein Bakensignal von DBØHIR mit 1 Watt Sendeleistung. Die Antenne war ein Rundstrahler, bei Torsten DO8GT in Zwönitz war das Signal auf 144.642 in CW nur leise zu hören. Ausgegeben wurde per CW „TEST DBØHIR JO60IT 1Watt“. Danach erfolgten noch einige Tests und Veränderungen der Hard- und Software vom Lineartransponder. Fast 1 Jahr verging um den Lineartransponder fertig zu stellen. Am 15.08.2009 lief nun der Erste längere Test von der Tabakstanne bei Thalheim (575m üNN) aus mit seinen geplanten Antennen (Big Weehl). Der Test lief 1Monat bis zum 15.09.2009. Letzte optische Veränderungen am Transponder wurden noch vollzogen.



Testlauf auf der Tabakstanne

Die Werkstatt von Marko (DL3YK) - hier entstanden im September 2009 die Masthalterungen, Masten und andere Blechteile des Transponders.

1 Jahr Später, am 22.09.2009, es wird zeit das die Masthalter einbetoniert werden....
DL6JUN  an der Bohrmaschine

Torsten ( DO8GT ) beim ersten Masthalter setzen

endlich stehen alle 4 Masthalter,
später steht hier hinten rechts die Sende- und links die
Empfangsantenne vom Lineartransponder

Die Masthalter sind auch noch schön anzustreichen......

Es ist nun Herbst 2009, Dietmar DL6JUN hat das Zuhause von DBØHIR
innen komplett vorbereitet, Holzfußboden eingebaut, PVC-Belag gelegt, die Komplette Elektrik neu gemacht und aufwendig Blitzschutz innen und außen mit Anschluss der Masten gelegt, den 19 Zoll Schrank fürs Digi aufgestellt und ein wenig gemütlich für einen Contest eingerichtet.

Der Tag des Aufbaus von Lineartransponder und Digi sollte dann am 18.10.2009 sein. Leider wollte da Petrus nicht so richtig mitspielen, vor diesem Wochenende schneite es auf dem Hirtstein, ein Befahren der Wiese war unmöglich geworden. Nun hieß es, wir verschieben den Aufbau, alles Material noch mal Checken und auf besseres Wetter warten.
Unser nächstes Ziel war der 31.10.09.
Jeden Tag studierten wir die Webcam von Satzung auf www.posa.de.
Das Wetter wird besser, der Termin steht, am Samstag den 31.10.09 werden wir uns 8 Uhr früh bei Torsten DO8GT treffen.
Die sieben 6m Masten hat Torsten am Vorabend schon auf
einem großen Autotransportanhänger verladen.
Der Kofferraum ist voller Werkzeug, Teile für die Installation
und natürlich guter Verpflegung.
Über Geyer > Schönfeld > Geyersdorf> Arnsfeld > Steinbach gehts bei Blauen Himmel und Sonnenschein Richtung Hirtstein.
Bis hier hin glaubten alle noch an einen schönen Tag auf dem Hirtstein.
Aaaaaaaaaber......... am Ortsausgang Steinbach, noch ca 1,5 Km bis zum Ziel, fuhren wir in eine Nebelwand. Was wird das wohl werden ?
Auf dem Hirtstein angekommen waren es -3 C  (gefüllte -12 C ), dichter Nebel (Sicht ca 50m) und richtig windig.
Ungemütlicher konnte es kaum sein.

Gerd und Torsten bei der Installation der RX Ant. für den Transponder(unten)
und der RX Ant. für das Steuergerät (oben)

Nach Kurzer Begrüßung mit Dietmar DL6JUN und allen beteiligten
für den Aufbau wurde kurz die Arbeitsaufteilung besprochen
und es ging zügig los.
Marko,Gerd und Torsten übernahmen die Installation der Transpondermasten, deren Antennen und Kabel,
Wolfgang und Dietmar begannen mit dem Aufbau des Schrankes
für den Transponder und der Installation im Gebäude.


Aufstellen des Sendemastes,
( Wolfgang sagte : viele Hände schnelles Ende ! )

Gegen Mittag stand nun schon der Sende-und Empfangsmast
mit Antennen.

Mittag: Es gab BoWu (Bockwurst) und selbst gemachten Kartoffelsalat von
Torstens XYL .

An dieser Stelle auch einen GROßEN DANK an meine
Frau Annelie für die Gute Verpflegung und Unterstützung bei meinem/unserem Hobby !

Frisch gestärkt ging es nun an das Kabel verlegen, Stecker Anlöten und zusätzliche Halterungen für die Transpondermasten anbringen.
Auch das ist nun geschafft...... jetzt geht es an den etwas kleineren Mast
der später als Antennenträger für die Linkstrecken dient.
Und zuletzt stellen wir den Mast für den Einstieg des Digis auf, die Antennen dafür kommen erst eine Woche Später an den Mast.



Im Jahre 2012 wurden die nicht sehr robusten horizontalen Antennen durch vertikale Antennen ersetzt. Dadurch stellte sich bei vielen Nutzern auch eine deutlich bessere Feldstärke ein.


und die Geschichte geht weiter auf dem Fichtelberg...